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Strahlende Schönheiten

Strahlende Schönheiten

In der Mineralogischen Sammlung des Institutes für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena  wurde vom  29. April 2013 bis zum 10. November 2013 eine Sonderausstellung über natürliche Radioaktivität präsentiert.

Gezeigt wurden  die ästhetische Schönheit von radioaktiven Mineralen und deren Vielfalt. Mikroskopische Aufnahmen gaben ungeahnte Einsichten.  Neben Lokalitäten aus ganz Deutschland wurden speziell  Uranminerale aus der Lagerstätte Jáchimov/Tschechien gezeigt.  Ergänzend kamen weitere uranhaltige Sekundärminerale aus Tschechien und den USA dazu.

Durch radioaktive Strahlung kann das Kristallgitter benachbarter Minerale gestört werden, was zu farblichen Veränderungen dieser führen kann. Deshalb war eine Vitrine den Farben des Salzes gewidmet. Dazu kam eine Vitrine mit Erläuterungen zu Farbveränderungen von Mineralen - auch solchen in Edelsteinqualität, z.B. von Quarz und Topas. Bestrahlte Topase sind heute auf dem Markt an der Tagesordnung, müssen in Deutschland aber gekennzeichnet sein.

Eine weitere Vitrine war dem Thema Baryt  (Schwerspat) gewidmet. Baryt hat eine höhere Dichte als die meisten gesteinsbildenden Minerale. Diese Eigenschaft hat ihm ja auch den bergmännischen Namen gegeben und die Dichte ist auch der Grund warum Baryt als Zuschlagstoff bei Spezialbeton- zu Abschirmungszwecken - eingesetzt wird.

Der letzte Themenblock dieser Sonderausstellung beschäftigte sich mit Gegenständen des alltäglichen Lebens. Ob Wandfliesen, Blumenvase oder Porzellan - hier gab es Unerwartetes zu betrachten. 

Die einzelnen Themenblöcke verteilten sich auf 8 Vitrinen und gut 150 Objekte. Neben Mineralen und Gesteinen aus dem eigenen Bestand wurden Leihgaben von Sammlern aus Prag und Jena gezeigt.