bernsteinfarbene Gipskristalle, teilweise verzwillingt, auf Halit von Bleicherode

Unsere letzte Sonderausstellung

Salz - Baustein des Lebens
bernsteinfarbene Gipskristalle, teilweise verzwillingt, auf Halit von Bleicherode
Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Meldung vom: 18. September 2021, 20:00 Uhr | Verfasser/in: Birgit Kreher-Hartmann

Salz - Baustein des Lebens

Bunte Salzgläser zur Aufbewahrung von Referenzproben oder als Erinnerungsglas. Bunte Salzgläser zur Aufbewahrung von Referenzproben oder als Erinnerungsglas. Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Es drehte sich in der Präsentation alles um das Salz.  Dabei standen die deutschen Zechsteinlagerstätten im Zentrum der Ausstellung. Innerhalb der vier großen Ausscheidungszyklen Werra-, Staßfurt-, Leine- und Allerserie führte die Konzentration des Meerwassers in bestimmten Bereichen zur Bildung von Magnesium- und Kalisalzen. Diese treten gegenüber dem Halit, der zum überwiegenden Teil die weit sichtbaren Salzhalden aufbaut, mengenmäßig zurück, sind aber gemeinsam mit den Magnesiumsalzen die wirtschaftlich interessanten Salze.

Salzbergbau im mitteldeutschen Raum begann 1851 in Staßfurt mit dem Abteufen von 2 Schächten. Um 1907 gab es im damaligen deutschen Raum etwa 60 aktive Schächte zur Gewinnung von Kalisalz. Weitere ca. 30 waren in Vorbereitung. Derweil Deutschland am Ende des 1. Weltkriegs das Monopol auf Kalisalz hatte, gehört es heute immer noch zu den Welmarktführern, wenn auch nur noch mit drei Kalirevieren.

Unsere sieben Vitrinen hatten wir wie folgt gefüllt: Zechstein I, mit Thüringer bzw. hessischen Lokalitäten, Zechstein II zeigt Fundstücke aus dem östlichen und nördlichen Harzvorland sowie aus Süddeutschland.  In Zechstein III ist eine Fundstelle mit dem bunten Querschnitt dort auftretender Salze bestückt; es schließt sich eine Vitrine mit weiteren Salzen und Salzgesteinen an. Hier sind auch diverse Borat-haltige Minerale vom Kohnstein bei Niedersachswerfen am Südharzrand ausgestellt, sowie Boracite aus verscheidenen Lagerstätten. Halit und seine Formenvielfalt werden in einer weiteren Vitrine dargestellt. Der kubische, zumeist würfelige Halit kann in sehr unterschiedlichen Ausbildungen auftreten. Imposant erscheinen die Salzlocken…. wie Zahnpasta aus der Tube gepresst. Internationale Fundorte sind in der sechsten Wandvitrine präsentiert. In der zentralen Vitrine haben im oberen Drittel die bunten Salzgläser diverser Fundstellen Platz gefunden. Solche Gläser dienten und dienen als Aufbewahrungsmöglichkeit repräsentativer Salzproben, als Belegsammlung, zur Demonstration auf Messen und bei Verkaufsgesprächen oder einfach als touristisches Mitbringsel.In der Mitte haben ausgezeichnete Kristallisationen des Doppelsalzes Carnallit Platz gefunden und im unteren Bereich Großstücke bzw. ein Jubiläumskoffer aus Bernburg.

Obwohl die Mineralogische Sammlung Jena weit mehr als 2000 Salzproben i.e.S.  besitzt, wurde der zentrale Ausstellungsteil durch Leihgaben aufgebaut. Dadurch ergab sich für die Besucher ein sehr breites Spektrum an Ausbildungen und Lokalitäten.  Die Medienstele hielt weiterführende Informationen und Fotos für  die Besucher bereit. 

Die Ausstellung "Salz - Baustein des Lebens" in der Mineralogischen Sammlung der Universität Jena (Sellierstraße 6) ist seit dem 7. September 2021 geschlossen und wurde mittlerweile abgebaut. 

Wir bereiten eine neue Sonderausstellung vor. Dazu demnächst an dieser Stelle mehr!

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