PfeilWir planen eine neue Sonderausstellung


Obwohl wir die Mineralogische Sammlung und damit das Museum geschlossen haben, wird im Hintergrund, vor allem von zu Hause weitergearbeitet. Wir planen unsere nächste Sonderausstellung:

"Salz - Baustein des Lebens".




Mittwoch, 22. April 2020:

Es ist bekannt, dass Salze, vornehmlich Halit, fluoreszieren können.

Wir testen einen Halit aus Wieliczka in Polen. Er zeigt im kurzwelligen UV-Licht eine herrliche rote Fluoreszenz! Davon kann man sich hier weiter unten selbst überzeugen. Dieses Stück wird nicht in den Sonderausstellungsraum wandern, sondern im UV-Kabinett bleiben!

Wir untersuchen noch eine Stufe von bräunlichen Gipskristallen auf transparentem Halit aus Bleicherode in Nordthüringen. Hier wurden von 1899 bis 1990 im Zechsteinsalz vor allem die Kali- und Magnesiumsalze abgebaut. Auch diese Stufe zeigt eine herrliche rote Fluoreszenz des Salzes im kurzwelligen UV-Bereich. Die Stufe wird in der Sonderausstellung gezeigt. Während einer Führung kann sie auch durch eine Handlampe zum Fluoreszieren gebracht werden.

Gips auf Halit_Bleicherode

Abb.: Gipskristalle, z.T. nach dem Schwalbenschwanzgesetz verzillingt, auf Halit aus Bleicherode.

Gips auf Halit_Bleicherode_Fluoreszenz

Abb.: Gips (blau) und Halit(rot) aus  Bleicherode, im kurzwelligen UV-Licht.


Halit_Polen_Fluoreszenz

Abb. Halit aus Wieliczka im kurzwelligen UV-Licht.


Donnerstag, 2. April 2020:

Es fand sich im Archiv eine weitere Fotomappe! Das Kombinat für Geologische Erforschung und Erkundung hatte 1986 eine Fotomappe mit besonderen Mineralen auf dem Gebiet der damaligen DDR herausgebracht. Darunter auch ein Salzmineral. Und dazu noch ein eher seltenes Mineral.

Dieser Hydroboracit stammt aus einer der vielfältigsten Boratfundstellen Deutschlands. Am Kohnstein bei Niedersachswerfen am Harzsüdrand werden seit Ende des 19. Jahrhunderts systematisch Anhydrit und Gips abgebaut, für Bauzwecke und die chemische Industrie. Zu den weiteren, vor allem für Sammler interessanten Mineralen gehörte der Hydroboracit, ein Calcium und Magnesium haltiges Borat. Das ist also kein Salzmineral im engeren Sinne, aber unter anderem aufgrund seiner Bildungsbedingungen zu den Salzen gehörig.

Deckblatt_Gesellschaft_86

Abb.: Titelblatt der Fotomappe: "Schöne Minerale der DDR"

hydroboracit_86_gesellschaft

Abb. Hydroboracit vom Kohnstein bei Niedersachswerfen, rosettenartig ausgebildet!

 

Mittwoch, 1. April 2020:

Wo gab es denn schon mal Abbildungen von Salzen? Diese Frage bewegte uns bei der Vorbereitung eines Plakates. Und siehe da, ja, z.B. in dieser Werbemappe für ORWO-Filme aus Wolfen aus dem Jahr 1972 wurde ich fündig. ORWO hatte für das Bewerben von Spezialfilmen Minerale ausgesucht, da bei Mineralfotos besonders viel Wert auf Farbtreue und Brillianz gelegt wurde und wird.
Und tatsächlich wirkt die Abbildung des blauen Steinsalzes aus einer deutschen Zechsteinlagerstätte sehr natürlich. Leider ist die genaue Lokalität nicht in der Werbemappe vermerkt. Informationen zur Bildung des blauen Steinsalzen und den Forschungsansätzen dazu wird in der neuen Sonderausstellung berichtet.

orwo_deckblatt72

Abb.: Titelblatt der Fotomappe von orwo, zur Bewerbung von Filmen

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Abb.: blau-weiß ausgebildeter, würfelartiger Halit; leider ist der Fundort unbekannt.


Freitag, 27. März 2020

Für den Hintergrund und als Basismaterial verwenden wir farbigen Karton. Salze sind häufig farblos oder gelb bzw. orange gefärbt. Also brauchen wir einen Kontrast bei der Präsentation. Deshalb wurde das entsprechende Papier ausgesucht.

Papierauswahl

 Abb. Papier in unterschiedlichen Farben


Montag, 23. März 2020

Die letzte Sonderausstellung wurde ausgeräumt und weggeräumt. Der Raum ist leer und alles beginnt von neuem! Wir wollten eigentlich am 08. April unsere neue Sonderausstellung eröffnen, doch der Termin hat sich ja nun erledigt.

Inhaltlich geht es bei der "Salz"-Ausstellung um Folgendes:

1. Salze aus aller Welt

2. Salze der Zechsteinlagerstätten

3. Salzgesteine und weitere Salze

4. Formenvielfalt der Salze

5. Das Salz und der Mensch

Zu Exponaten aus unserer eigenen Sammlung kommen noch Leihgaben eines privaten Sammlers dazu. Diese wollte wir eigentlich am 23. März übernehmen, aber auch den Übergabe termin haben wir nun auf später verschoben!


leerer Raum

Abb.: Der leere Ausstellungsraum wirkt so groß!