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Nicht alles was glänzt

"Nicht alles was glänzt ist Gold" - Die neue Sonderausstellung

Im Winter glänzen die Schneeflocken, die Lichter am Weihnachtsbaum und natürlich haben Minerale einen Glanz. Das gehört zu ihren charakteristischen Eigenschaften. Glasglanz, Seidenglanz, Fettglanz, Metallglanz sind da zum Beispiel zu nennen. Ein Mineral ist goldfarben und zeigt den entsprechenden Metallglanz und dann ist es gar kein Gold. Die jungen Sammler freuen sich noch über Pyrit, das Katzengold, welches diesen Namen u.a. wegen der Ähnlichkeit zu Gold trägt. Woran erkennen wir das echte Gold im Gestein, allgemein in der Natur?  Gibt es überhaupt noch Goldvorkommen in Deutschland?

Die neue Sonderausstellung in der Mineralogischen Sammlung in Jena will diese und weitere Fragen beantworten. Es werden Lokalitäten aus Deutschland, z.B. aus dem Harz und natürlich aus Thüringen vorgestellt. Aber auch Beispiele aus der ganzen Welt von Australien bis zur Slowakei werden präsentiert und dabei geht es um das Gold und seine Begleitminerale, die sogenannten Paragenesen. So sind Pyrit und Arsenopyrit gerne mit dem Gold vergesellschaftet. Und sehen ihm auch mal zum Verwechseln ähnlich, wie der Besucher feststellen wird. Weitere goldfarbene Minerale werden in der Ausstellung zu entdecken sein.  Ein Bereich wird sich dem Thema "Gold im Namen des Minerale" widmen. Hier ist zum Beispiel der rauschgelbe Auripigment, ein Arsen haltiges Sulfidmineral, zu finden, welches wegen seiner goldgelben Farbe als natürliches Farbpigment in der Malerei eingesetzt wurde.  

Wer allerdings die dicken Goldnuggets und größten Goldstufen erwartet, der wird sie auch vorfinden, aber in Bild und Wort und er wird sie gar nicht in Natura vermissen, denn es wird auch so genug zu sehen und entdecken geben, für große und kleine Besucher. 

Die Ausstellung richtet sich an alle Entdeckernaturen. Sie zeigt neben den Lokalitäten, den Mineralen und ihren Eigenschaften, Fakten zur Goldgewinnung, zur Nutzung, Erkenntnisse aus Forschungsergebnissen und allgemein eine Menge Interessantes rund um das Gold. Die Ausstellung kann noch bis zum 9. April 2018 besucht werden. Der Eintritt ist frei!